Arzneipflanzen

Chili

Capsicum frutescens L.

Pate: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

FAMILIE: Solanaceae (Nachtschattengewächse).
HABITUS: Kleine Sträucher, bis 2 m hoch, zunächst krautig wachsend, später stark verholzend, ein- bis mehrjährig.
BLÄTTER: Blätter oval bis oval-lanzettlich. Blüten und Früchte stehen stets aufrecht an der Pflanze.
BLÜTEN: Blüten 5- bis 7-zählig, zu mehreren in den Verzweigungen der Sprossachse; Kronblätter weiß oder grünlich; Kelch verwachsen, bleibt an der Frucht erhalten.
FRÜCHTE: Glänzend gelbbraune, rote oder rotbraune Trockenbeere, 1 bis 5 cm lang, gerade oder leicht gebogen, spitz-kegelförmig.
VERBREITUNG: Heimat: Süd- und Mittelamerika. Inzwischen im gesamten Tropengürtel der Erde kultiviert.
DROGE:
Capsici fructus (Cayennepfeffer).
INHALTSSTOFFE:
0,3 - 1 % Capsaicinoide mit Capsaicin als Hauptkomponente (63 - 77 % der Gesamt-Capsaicinoide); fettes Öl, Carotinoide, Flavonoide, Ascorbinsäure.
ANWENDUNG:
Äußerlich: Bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich sowie im Bereich der Wirbelsäule. Darüber hinaus bei degenerativen Gelenkerkrankungen sowie diabetischer und postherpetischer Neuropathie.

Anmerkung: Als Nebenwirkungen kann es in seltenen Fällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen, gelegentlich Brennen, Stechen bzw. ein Erythem im Bereich der auftragungsstelle, kommen.Zubereitungen reizen schon in geringen Mengen die Schleimhäute. Daher ist der Kontakt mit diesen und besonders mit den Augen zu vermeiden.

Standort: