Arzneipflanzen

Spanisches Süßholz

Glycyrrhiza glabra L.

Pate: Sonja Franck

FAMILIE: Fabaceae (Hülsenfrüchtler).
HABITUS: Bis 1,3 m hohe, ausdauernde Staude mit dicken Bodenausläufern.
BLÄTTER: Bis 20 cm lang, unpaarig gefiedert, unterseits drüsenhaarig klebrig.
BLÜTEN: Bis 1,3 cm lang mit lila Krone, in Blattachseln, ährenähnlicher Blütenstand.
BLÜTEZEIT: Juni bis Juli.

FRÜCHTE: Hülsen.
VERBREITUNG: Südeuropa bis Westsibirien.

DROGE:
Liquiritiae radix (Süßholzwurzel).
INHALTSSTOFFE:
Triterpensaponine mit Glycyrrhizin (2 - 18 %); Flavonoide, Isoflavonoide (Liquiritigenin, Liquiritin); Chalkone (Isoliquiritigenin, Isoliquiritin) und Cumarinderivate, wie Herniarin.
ANWENDUNG:
Innerlich: Katarrhe der oberen Luftwege (Bronchitis), Unterstützung der Behandlung von krampfartigen Beschwerden bei Magenschleimhautentzündungen sowie bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür.
Als Teezubereitung wird 1,5-2 g fein geschnittene oder grob gepulverte Droge mit kochendem Wasser übergossen und nach 5-10 Minuten abgeseiht.

Anmerkung: Bei Einnahmen über einen längeren Zeitraum (länger als vier Wochen) und in höheren Dosen (mehr als 50 g Droge täglich) kann es zu Hyperkaliämie, Hypernatriämie, Ödemen, Hypertonie und Herzbeschwerden kommen.

Arzneipflanze des Jahres 2012.

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