Arzneipflanzen

Gelber Eisenhut

Aconitum lycoctonum L.

Pate: Eva Salzer

FAMILIE: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse).
HABITUS: Bis 1,5 m hohe, aufrechte Staude, Wurzel nicht knollig verdickt.
BLÄTTER: Stängelblätter handförmig, 5- bis 7-spaltig, mit breiten Zipfeln.
BLÜTEN: Hellgelb mit zylindrischem Helm, der ca. 3 x so hoch wie breit ist. Blütenstiel meist mehr oder weniger dicht und abstehend behaart. Blütenstand meist locker und abstehend-ästig.
BLÜTEZEIT: Juni bis August.
FRÜCHTE: Balgfrüchte.
VERBREITUNG: In Wäldern und Gebüschen Europas. Alpen, Alpenvorland, Jura, Vogesen, Schwarzwald, Karpaten und Balkanhalbinsel. Die Pflanze steht unter Naturschutz (Bundesnaturschutzgesetz vom 01.02.2001).
DROGE:
Das frische Kraut.
INHALTSSTOFFE:
Etwa 1 % Diterpen-Alkaloide, hauptsächlich mit Lycaconitin und Lycoctonin; das Isochinolinalkaloid Magnoflorin.
ANWENDUNG:
Die Wurzel wird in der Schulmedizin nicht verwendet. Homöopathisch ist das frische Kraut monographiert.

Anmerkung: Durch den Gehalt an Alkaloiden ist die Pflanze, wie alle Aconitum-Arten, giftig. Es kann zu folgenden Vergiftungserscheinungen kommen:
  • Taubheitsgefühl
  • Kälteempfindlichkeit
  • Übelkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Krämpfe
  • Kreislauflähmung

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