FAMILIE: Ericaceae (Heidekrautgewächse). HABITUS: Niedriger, immergrüner Strauch. Äste niederliegend und weitkriechend. BLÄTTER: Dunkelgrün, ledrig, verkehrt eiförmig und ganzrandig. BLÜTEN: Krugförmig, weiß bis rosa.
BLÜTEZEIT: März bis Juni. FRÜCHTE: Rote, erbsengroße Beeren. VERBREITUNG: Bei uns selten (vereinzelt in Niedersachsen u. Alpenvorland); sonst in Nordeuropa, in den Alpen, Apennin und im Westen von Kanada.
In Deutschland geschützte Art.
DROGE: Uvae ursi folium (Bärentraubenblätter). INHALTSSTOFFE: Bis 12 % Phenolglykoside mit Arbutin und Methylarbutin; Gerbstoffe; um 1 % Flavonolglykoside. ANWENDUNG: Innerlich: Bei wiederkehrenden, leichten Harnwegsinfektionen wie Brennen beim Wasserlassen und/oder häufiges Wasserlassen bei Frauen. Als Teezubereitung wird 2,5 g fein geschnittene Droge mit kochendem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht. Ein Kaltwasserauszug (6-12 Stunden) ist ebenfalls zu empfehlen, da bei gleichem Arbutingehalt deutlich weniger Gerbstoffe übergehen. Dadurch ist die Zubereitung weniger magenschleimhautreizend und somit bekömmlicher.
Anmerkung: Die „Kommission E“ sowie das „Committee on Herbal Medicinal Products“ (HMPC) emfiehlt, auf Grund von möglicher Reizungen des Epithels der ableitenden Harnwege, eine Beschränkung der Anwendung auf 1 Woche und maximal 5-mal jährlich.