Arzneipflanzen

Maiglöckchen

Convallaria majalis L.

Pate: Die Autoren des Buches „Der Neue Senckenbergische Arzneipflanzengarten“

FAMILIE: Asparagaceae (Spargelgewächse), früher: Ruscaceae, Convallariaceae .
HABITUS: Ausdauerndes Kraut, bis 25 cm hoch. Ausläuferartiger, kriechender Wurzelstock.
BLÄTTER: Elliptisch, langscheidig, parallelnervig.
BLÜTEN: Glöckchen weiß oder rosa, duftend, am unbeblätterten Stängel in einseitswendiger, bis 13-blütiger Traube.
BLÜTEZEIT: Mai bis Juni.
FRÜCHTE: Scharlachrote Beeren, erbsengroß.
VERBREITUNG: Europa, Asien. Bei uns in Laubmischwäldern auf mehr oder weniger trockenen bis frischen, nährstoffhaltigen, oft sandigen Lehmböden.
DROGE:
Convallariae herba (Maiglöckchenkraut).
INHALTSSTOFFE:
Cardenolidglykoside (bis 0,5 %) mit Convallatoxin und etwa 40 weiteren, verwandten Verbindungen; Flavonoide; Chelidonsäure und Azetidin-2-carbonsäure (giftige Aminosäure).
ANWENDUNG:
Funktionelle Herzbeschwerden. Der Gebrauch der Droge ist obsolet. Homöopathisch häufig in Kombinationspräparaten.

Giftpflanze!

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