Arzneipflanzen

Roter Fingerhut

Digitalis purpurea L.

Pate: Michaela Biemer

FAMILIE: Plantaginaceae (Wegerichgewächse); Digitalis gehörte früher zu den Braunwurzgewächsen, Scrophulariaceae.
HABITUS: Zweijähriges Kraut. Im ersten Jahr mit großer Blattrosette, im zweiten Jahr treibt ein bis 2 m hoher Blütenspross.
BLÄTTER: Länglich-eiförmig, runzelig, am Stiel herablaufend. Beiderseits dichte Behaarung, hervortretendes Adernetz auf der Unterseite.
BLÜTEN: Glockige, bis 5 cm lange Blumenkronen, hellpurpurn, selten weiß in einseitswendigen Trauben.
BLÜTEZEIT: Juni bis August.
VERBREITUNG: Europa.
DROGE:
Digitalis purpureae folium (Digitalis-purpurea-Blätter).
INHALTSSTOFFE:
Cardenolidglykoside (0,6 %). Unter den etwa 30 Glykosiden sind vor allem Purpureaglykosid A und B wichtig; ferner Steroidsaponine (um 1 % mit Digitonin u.a.)
ANWENDUNG:
Innerlich: Bei Herzinsuffizienz. Heute nicht mehr als Droge eingesetzt, sondern in Form von Reinglykosiden.

Giftpflanze!

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