Beete

Beet: Saponine

Saponine

Der Name „Saponin“ leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für „Seife“ (sapo) ab. Damit nimmt der Name Bezug auf eine typische Eigenschaft, nämlich ihre Oberflächenaktivität. Dies bedeutet, dass Saponine wie ein Detergenz mit Wasser geschüttelt einen stabilen Schaum bilden. Einige Saponine können hämolytisch wirken, d.h. sie lösen rote Blutkörperchen (Erythrozyten) auf. Biosynthetisch gehören sie zu den Triterpenen und kommen als deren Glykoside (C30-Körper) oder als Glykoside von Steroiden (C27) vor. 

Saponine sind in höheren Pflanzen weit verbreitet und können vereinzelt in recht hohen Konzentrationen auftreten. Rosskastanie enthält beispielsweise im Samen bis zu 10 % Saponine. Vereinzelt wurden auch in Tieren Saponine gefunden, wie z. B. in Seesternen oder Seegurken. Die Zuckerketten der Saponinglykoside bestehen meist aus drei bis fünf Monosacchariden (herkömmliche Zucker wie z. B. Glucose, Rhamnose, Galactose). Für gewöhnlich hängen ein oder zwei Zuckerketten an einem Saponin (Mono- bzw. Bisdesmoside).

Saponine weisen vielfältige Wirkungen auf. Hauptsächlich werden sie angewendet: 

  • als Expektorans und Sekretolytikum bei Husten, z.B. Efeu, Primel, Süßholz 
  • als Exsudativum bei chronisch-venöser �Insuffizienz, z.B. Rosskastanie, Mäusedorn 
  • als Entzündungshemmer bei Gastritis und Magen-/Zwölffingerdarmgeschwüren, v.a. Süßholz 
  • als Tonikum zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, v.a. Ginseng 

Die Saponine haben normalerweise einen bitter-kratzigen Geschmack. Eine Ausnahme bildet das Süßholz mit dem Saponin Glycyrrhizinsäure, das 170-mal süßer als Rohrzucker schmeckt und für die Herstellung von Lakritze verwendet wird.

Pflanzen auf dem Beet:

Lateinischer Name

Deutscher Name